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Staatsarchiv Stade
Neuigkeiten
Staatsarchiv Stade - Lesesaal
Der Lesesaal des Staatsarchivs Stade mit Studenten der Universität Hamburg
Neues aus dem Staatsarchiv Stade

Stadt, Land und Ritterschaft laden Sie ein auf die Spur des Verborgenen!

Am 6. März 2010 findet bundesweit zum fünften Mal der Tag der Archive statt, in Stade als Kooperation von Niedersächsischem Landesarchiv – Staatsarchiv Stade -, Archiv der Hansestadt Stade und Archiv der Ritterschaft des Herzogtums Bremen und der Landschaft der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden.

Begleiten Sie uns bei unserer Detektivarbeit!

Detektivischer Spürsinn ist gefragt, um historische Schätze aus einer Fülle von Akten zu ermitteln, sie der Öffentlichkeit nahezubringen, sie optimal aufzubewahren und zu erforschen und damit den verborgenen Zauber regionaler Geschichte zu finden.

Nehmen Sie teil an Aktionen, Vorträgen und Präsentationen:

- Beweisen Sie Spürsinn bei unserem Quiz für Archivdetektive

- Wir führen für Sie eine Aktenbewertung in "unserer Schatzkammer" durch

- Wir führen Sie durch die Magazine des Staatsarchivs

- Unsere Werkstatt zeigt Ihnen kostbare Einbandmakulaturfragmente, Testmethoden für säurehaltiges Papier, Schimmel und andere Schädlinge, die Karten- und Aktenrestaurierung, Buchbindearbeiten

- Wir bieten Hilfestellungen beim Entziffern von Schriften des 18. und 19. Jahrhunderts

- Sie können mit Originalschreibwerkzeugen und Tinte schreiben wie vor 100 Jahren

- Wir zeigen Ihnen eine Powerpoint-Präsentation über die Hilfe niedersächsischer Archivare nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs

- Herr Dr. Bohmbach führt Sie durch die Ausstellung "Wo der Hände Arbeit nicht reicht..." Aus den Akten der städtischen Armenverwaltung (des 19. Jahrhunderts)

- Wir beraten Sie zur Familien- und Heimatforschung

- Spannende Lektüre bietet der Büchertisch des Landschaftsverbandes Stade

- Zur Stärkung gibt es Kaffee und Kekse

Im Stundentakt laden wir Sie zu Lesungen ein:

11.30 : Dr. Jürgen Bohmbach (Stadtarchiv Stade): "Wo der Hände Arbeit nicht reicht..." Aus den Akten der städtischen Armenverwaltung (des 19. Jahrhunderts)

12.30: Dr. Sylvelin Wissmann (Universität Bremen): "… für immer an der großen Kette …": Die Autobiographie eines Diebes

13.30 : Dr. Christina Deggim (Staatsarchiv Stade): Der Schiffsraub von Misselwarden. Ein Verbrechen im Spiegel einer Inquisitionsakte des späten 18. Jahrhunderts

14.30 : Dr. Beate-Christine Fiedler, Dr. Gudrun Fiedler (Staatsarchiv Stade): Die Königsmarck-Biographie – eine szenische Inszenierung

Die Stader Archive freuen sich auf Ihren Besuch im Staatsarchiv!

 

 

 

Buchvorstellung des Watolla/Deeters

Der Watolla/Deeters ist da!

Quellen zur Bevölkerungsgeschichte des Elbe-Weser-Raums vom 16. bis zum 19. Jahrhundert im Niedersächsischen Landesarchiv - Staatsarchiv  Stade - Neu bearbeitet von Bernd Watolla nach Vorarbeiten von Walter Deeters (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung. Herausgegeben vom Niedersächsischen Landesarchiv, Band 62), Göttingen 2009 (ISBN: 978-3-525-35547-3).

Bernd Watolla hat mit Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen die bei Heimat-, Orts- und Familienforschern beliebten "Quellen zur Hof- und Familienforschung  - im Elbe-Weser-Raum" (Walter Deeters, Göttingen 1968, nicht mehr lieferbar) neu bearbeitet und ergänzt.

Heimat-, Orts- und Familienforscher wollen für ihre ortsnahen Forschungen viele Einzelheiten über Gemeinden und Familien im Elbe-Weser-Raum wissen.

Der Forschung wird ein breiter Quellenfundus bereit gestellt. Das Buch enthält

 zahlreiche neu verzeichnete Akten,

einen erleichterten Zugang zu Quellennachweisen durch ein Ortsregister und

(erstmals) Karten mit Lage und Größe von Ämtern, Gerichten und Kirchspielen um 1800 zur besseren Orientierung!

Der Watolla/Deeters hilft, Orts- und Familiengeschichten bunt und lebendig werden zu lassen, an Hof- und Familiennamen zu erinnern.

Steuer- und Abgabenverzeichnisse erzählen von den Bestrebungen eines neuzeitlichen Staates, seine Einnahmen ("Pflugschatz", "Türkenschatz", "16-Pfg-Schatz") zu verbessern.

 Muster-, Landmiliz- oder Kontributionsrollen informieren darüber, wer beispielsweise in der Schweden- oder Franzosenzeit in den Krieg ziehen sollte,

Jördebücher berichten von Hofstellen und Grundstücken im 17. Jh.

Jüdische Personenstandsquellen vertiefen die Kenntnisse über die Geschichte jüdischer Mitbürger.

Am 26.8.2009 fand im Staatsarchiv Stade unter reger Beteiligung eines interessierten Fachpublikums die Buchvorstellung der "Quellen zur Bevölkerungsgeschichte des Elbe-Weser-Raums vom 16. bis zum 19. Jahrhundert im Niedersächsischen Landesarchiv – Staatsarchiv Stade –"  statt.  Ab sofort ist das Werk im Buchhandel erhältlich.

 

 

Das Gedächtnis der Region hat Geburtstag

50 Jahre Staatsarchiv Stade

 

Am 30. September kann das Niedersächsische Landesarchiv -Staatsarchiv Stade- auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken. 1959 wurde es als eines der jüngsten der sieben niedersächsischen Staatsarchive gegründet. Zunächst war das Archiv noch auf dem Dachboden des Regierungsgebäudes untergebracht, bis 1965 das heutige Archivgebäude Am Sande fertiggestellt und bezogen wurde.

 

Mit dieser Wiedergründung des Stader Archivs wurde an eine lange Tradition angeknüpft: Die Schweden richteten Mitte des 17. Jahrhunderts erstmals ein Archiv für die neuerworbenen Herzogtümer Bremen und Verden ein, indem sie die Archive des Erzstifts Bremen und des Stifts Verden sowie der Klöster des Elbe-Weser-Raums in Stade zusammenführten. Dieses Archiv blieb mehr als zweihundert Jahre bestehen, bis die Preußen es 1869/70 nach Hannover verlegten.

 

Ursprünglich diente das Archiv noch vor allem der Sicherung landesherrlicher Rechte und Einkünfte. Nur in Ausnahmefällen bekamen regionale Historiker Zugang. Dies hat sich längst geändert. Heute versteht sich das Staatsarchiv Stade als Dienstleister der regionalen Geschichtsforschung. Vor allem sind es Regionalhistoriker, Heimat- und Familienforscher, die das Archivgut im Lesesaal des Archivs für ihre Arbeit auswerten. Die Urkunden, Akten und Amtsbücher des Archivs entstammen vor allem den staatlichen Behörden im Elbe-Weser-Raum, dem ehemaligen Regierungsbezirk Stade, und reichen vom 9. Jahrhundert bis nahe an die Gegenwart. Als meist handschriftliche Originale bilden sie unersetzliche Quellen für die Geschichtsforschung.

 

1978 wurde die Zuständigkeit auf die Überlieferung des gesamten Regierungsbezirks Lüneburg erweitert, der bis Ende 2004 bestand. Seit 2005 bildet das Staatsarchiv Stade eine Abteilung des damals neuerrichteten Niedersächsischen Landesarchivs

 

Das Staatsarchiv hat nicht nur die Aufgabe, die im Hause verwahrte historische Überlieferung für die Zukunft zu bewahren, es übernimmt auch laufend moderne Akten von Verwaltungsbehörden und Gerichten, die künftigen Generationen ermöglichen sollen, sich anhand authentischer Quellen ein Bild unserer Zeit machen zu können. Doch die Raumreserven für neue Akten sind fast erschöpft, so dass die Archivare auf einen Neubau in den nächsten Jahren hoffen.

 

 

 

 

Projekte des Staatsarchivs Stade:

Sachthematisches Inventar: Archivalische Quellen zum Seeverkehr und den damit zusammenhängenden Warenströmen in Norddeutschland vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, Band 1: Archive im Elbe-Weser-Raum einschließlich Bremens, erscheint in der Veröffentlichungsreihe der Niedersächsischen Archivverwaltung voraussichtlich im Frühjahr 2010 . Die Bände 2 bis 4: Archive in Hamburg, Schleswig-Holstein und der Weser-Ems-Region mit Hannover, folgen in Kürze.

Verzeichnung der Akten des Bestandes Rep. 28 im Staatsarchiv Stade: Schwedisches Tribunal zu Wismar 1650-1712, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Verzeichnung ist abgeschlossen, die Drucklegung wird voraussichtlich 2010 erfolgen.

 

Dreversche Elbkarte von 1569
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