Die Einziehung und Verwertung ihres Vermögens in der NS-Zeit
Auf den folgenden Internetseiten möchten wir Ihnen die Ergebnisse der Auswertung ausgewählter Akten des Oberfinanzpräsidenten Hannover (OFP) und des Finanzamtes Hameln präsentieren, die im Rahmen eines umfangreichen Projektes zum Komplex "Finanzverwaltung und Judenverfolgung" erschlossen wurden.
Ziel ist es - mit Blick auf das Schicksal der Hamelner Juden in der NS-Zeit - die umfangreiche Mitwirkung der örtlichen und überregionalen Behörden der staatlichen Finanzverwaltung an der Verfolgung der Juden zu dokumentieren.
Wenn Sie uns zum ersten Mal besuchen und sich zunächst mit der Materie vertraut machen wollen, folgen Sie einfach der Einführungs-Tour. Sind Sie bereits über Teilaspekte informiert, weisen Ihnen Kurzlinks auf dieser Seite den Weg zu den Sie interessierenden Themenbereichen.
Das Projekt "Finanzverwaltung und Judenverfolgung am Beispiel des Oberfinanzpräsidenten Hannover" ist eine Kooperation des niedersächsischen Hauptstaatsarchivs Hannover mit der Universität Hannover und befasst sich mit der Enteignung und Verwertung jüdischen Eigentums während der NS-Zeit. Wegen der günstigen Akten- und Quellenlage fiel die Wahl der darzustellenden Region auf die Stadt Hameln.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann der massive Angriff auf jüdisches Leben in Hameln und damit einhergehend der allmähliche Verfall der Synagogengemeinde in Hameln. Die Auswirkung antisemitischer Gesetzte und Ereignisse wird am Beispiel einzelner Mitglieder der Synagogengemeinde Hameln erläutert.
Der virtuelle Stadtrundgang verdeutlicht an ausgewählten Beispielen die Vorgehensweise der Kommunal- und Finanzbehörden bei der Erfüllung "gesetzlicher Vorgaben" während der Zeit des Nationalsozialismus. Systematisch wurde jüdisches Leben aus der Stadt verdrängt. Die Stationen des Stadtrundganges beschäftigen sich mit dem Verkauf des Synagogengrundstücks und des jüdischen Friedhofs sowie mit der gezielten Liquidation jüdischen Wirtschaftslebens.