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Hauptstaatsarchiv Hannover
Neuigkeiten
Benutzersaal des Hauptstaatsarchivs
Neues aus dem Hauptstaatsarchiv Hannover

Die neuen Lesekurse beginnen!

Eine neue Runde der beliebten Lesekurse wird bald starten:

Dienstags, 17:00 – 18:30 vom 02. März bis 04. Mai 2010

Dieses Mal erfolgt die Anmeldung über die Volkshochschule Hannover unter dem Kursnamen "Arbeiten im Archiv" (Kursnummer 11502W8). Die Kurse selber finden jedoch wie gewohnt in den Räumen des Hauptstaatsarchivs statt. Neben der angekündigten Einführung in die Arbeit in Archiven wird Ihnen Frau Hoffmann als einer der Schwerpunkte des Kurses in Übungen die deutsche Schrift näher bringen und Sie auch im Rahmen einer Führung hinter die Kulissen des Hauptstaatsarchivs blicken lassen.

 

Tag der Archive

Am 06.03.2010 findet der 5. Tag der Archive statt, angeregt durch den Verband deutscher Archivarinnen und Archivare. Das Thema lautet Dem Verborgenen auf der Spur. Das Hauptstaatsarchiv wird sich auch in diesem Jahr wieder daran beteiligen und seine Türen von 11:00 – 17:00 Uhr für Interessierte öffnen.

Neben Führungen durch die Magazinräume und die Kartenabteilung wird es auch einen Verkauf alter Bücher geben. Im Lesesaal finden Sie eine Ausstellung, in der wir Ihnen zeigen, was in Akten an Kuriosem und nicht gerade Alltäglichem zu finden ist. Außerdem können Sie erfahren, welche Quellen im Hauptstaatsarchiv für die private Ahnenforschung von Interesse sind, wie diese aussehen und welche Schwierigkeiten sich bei der Benutzung ergeben können.

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch

 

Urkundenbuch Weende

Veröffentlichungen aus dem Hauptstaatsarchiv Hannover

Urkundenbuch des Stifts Weende / bearb. von Hildegard Krösche nach Vorarbeiten von Hubert Höing. Hannover: Hahn, 2009, 459 S. (Göttingen-Grubenhagener Urkundenbuch ; 5) - (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen / HIKO; 249)

Das neue Urkundenbuch des Augustiner-Chorfrauenstifts St. Nikolaus in Weende, heute Stadt Göttingen, wurde nach Vorarbeiten von Hubert Höing von Hidegard Krösche erstellt. Es bezieht sich auf den im Hauptstaatsarchiv Hannover lagernden Bestand Cal. Or. 100 Weende, welcher jedoch leider erhebliche Schäden durch das Hochwasser 1946 davongetragen hat.

Das Kloster wurde vermutlich Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet. Durch die Verbindung zur Wallfahrtskirche in Nikolausberg erlangte das Stift einige Bedeutung und gehörte in Weende zu den größten Grundeigentümern. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts geriet es unter den Einfluss der welfischen Landesherrschaft. Mit der Einführung der Reformation im Jahr 1542 wurde das Stift Weende im Beisein der Herzogin Elisabeth der neuen Ordnung zugeführt. Während die neue Lehre noch nicht dauerhaft eingeführt blieb, war der wirtschaftliche Zugriff auf das Stiftsvermögen von Dauer. Mit der Heranziehung zur Ausstattung der Universität Helmstedt im Jahr 1629 und später der Universität Göttingen begann, was in den als Sondervermögen verwalteten Klosterfonds und die im 19. Jahrhundert errichtete Klosterkammer mündete.

Bei diesem Band handelt es sich, wie bei den anderen Bänden der Reihe um eine Fondsedition, bei der nur die Urkunden, die das Stift empfangen und in seinem Archiv verwahrt hat, zusammengetragen wurden. Allerdings werden auch später verlorengegangene oder nach ihrer Provenienz in das Stiftsarchiv gehörende Stücke einbezogen. Der Berichtszeitraum endet 1542 mit der ersten Einführung der Reformation im Fürstentum Calenberg-Göttingen. Die Urkunden zeigen die Beziehungen zur Stadt Göttingen, zu anderen Klöstern, Adeligen und der welfischen Landesherrschaft. Außerdem sind Informationen zu den Besitzungen des Stifts und dem Leben der Stiftsfrauen zu finden.

Hier finden Sie eine Liste der erschienenen Urkundenbücher, die mit Hilfe der im Hauptstaatsarchiv Hannover lagernden Bestände erstellt wurden.

 

Inventar des Reichskammergerichts

Veröffentlichungen aus dem Hauptstaatsarchiv

Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Hannover. Hochstift Hildesheim und benachbarte Territorien 1495 – 1806, bearbeitet und eingeleitet von Claudia Kauertz, nach Vorarbeiten von Anikó Szabó und Klemens Wieczorek (†), unter Mitarbeit und mit Indizes von Sven Mahmens, Teil 1: A – G, Teil 2: H – O, Teil 3: P – Z, Teil 4: Indizes, Hannover 2009 (Veröffentlichungen der Niedersächsischen Archivverwaltung. Das Niedersächsische Landesarchiv und seine Bestände Bd. 1).

Nach langer Vorarbeit konnte das Inventar nun endlich fertig gestellt werden. Es umfasst mit 2164 Prozessen den größten Teil der im Hauptstaatsarchiv Hannover überlieferten Prozessakten des Reichskammergerichts des Hochstifts Hildesheim und der benachbarten südniedersächsischen Territorien.

Das von 1495 bis 1806 bestehende Reichskammergericht war neben dem Reichshofrat eines der beiden höchsten Gerichte im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und besaß als solches größte Bedeutung für die Rechtsprechung der Frühen Neuzeit. Die zum überwiegenden Teil erhalten gebliebenen Prozessakten des Reichskammergerichts, die im 19. Jahrhundert auf die einzelnen Staaten des Deutschen Bundes aufgeteilt wurden und so in die Archive der deutschen Länder gelangten, besitzen ausgesprochen hohen Quellenwert – nicht nur für die Rechtsgeschichte, sondern auch für die übrigen historischen Disziplinen bis hin zur Alltags- und Familienforschung. Denn vor dem Reichskammergericht fanden Konflikte aus allen Lebensbereichen ihren Niederschlag, soweit sie einer rechtlichen Regelung unterlagen. So spiegeln sich die bedeutenden politischen und militärischen Ereignisse einer Region in den Prozessakten ebenso wider wie die tiefgreifenden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen vom späten 15. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert. Auf der Ebene der eingebrachten Beweise reicht die Bedeutung der Prozessakten zum Teil – etwa dort, wo sie Abschriften mittelalterlicher Urkunden enthalten – sogar weit über die Frühe Neuzeit hinaus.

 

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